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Nachhaltiger Wildfang

Nachhaltiger Wildfang
Fotograf: Johan Wildhagen

Fisch und Meeresfrüchte aus Norwegen werden nachhaltig gefangen und sind von höchster Qualität.

Die hohen Ansprüche in der Fischerei gehören praktisch zur norwegischen Kultur und sind Teil der nationalen Identität eines jeden Norwegers, denn die Fischerei ist seit jeher eine der wichtigsten Lebensgrundlagen der Menschen. Ohne sie könnten die vielen kleinen Orte entlang der norwegischen Küste gar nicht existieren. Die Fischerei bildet gleichermaßen das Fundament für heutige und kommende Generationen. Das Engagement Norwegens für nachhaltige Fischerei ist weltweit einmalig und gilt als Vorbild für viele andere Fischereinationen.

Gehen Sie mit uns auf Fischfang in Nordnorwegen

Ende der 80-iger Jahre war Norwegens Kabeljaubestand sehr niedrig. Als man dies erkannte, folgte eine radikale Kurskorrektur – schnell und konsequent. Heute hat Norwegen - dank den damals getroffenen Maßnahmen und der heutigen Fischereipolitik - den größten und nachhaltigsten Kabeljaubestand der Welt. Norwegens Fischer wissen: Wenn Wissenschaft, Behörden und die Fischereiflotte zusammenarbeiten, ist das für alle ein Gewinn.

Weil jeder Fisch zählt, zählen wir Norweger jeden Fisch.

Weil jeder Fisch zählt

Durch die jährliche Festlegung der Fangquoten weiß jeder Fischer in Norwegen, wie viel Fisch er pro Art fangen darf – und zwar inklusive Beifang. Mit Hilfe von Echolot und Forschungsfängen erfassen und berechnen Meeresforschungsschiffe Norwegens Fischbestände. Zusammen mit zusätzlichen Angaben von aktiven Fangschiffen, kann die Größe von Fischbeständen eingeschätzt werden. Diese Daten sind der Ausgangspunkt für die jährliche Festlegung der Gesamtfangquote für unterschiedliche Fischarten sowie für die Verteilung der Quoten. Dass die Fangquoten von den dann Fischern auch eingehalten werden, dafür sorgt die norwegische Küstenwache mit mehr als 1.800 unangekündigten Kontrollen pro Jahr.

Wir Norweger werfen seit 25 Jahren keinen Fisch mehr über Bord.

Kein Fisch über Bord

Bereits 1987 wurde in Norwegen verboten, Beifang zurück ins Meer zu werfen. Wenn zum Beispiel ein Fischerboot eine Quote für Kabeljau hat, beim Fang jedoch auch viel Hering mit dabei ist, so müssen auch die Heringe an Land gebracht und auf die entsprechende Quote angerechnet werden. Fische zurück ins Meer zu werfen, ist nicht nur eine Verschwendung von Lebensmitteln, sondern würde auch die Beurteilung der Fischbestände erschweren. Norwegen ist das einzige Land mit einer gesetzlich festgelegten Beifangquote.

Fischerei ist für uns Norweger nicht nur ein Beruf. Es ist eine Berufung.

Fischerei ist eine Berufung

Seit Jahrhunderten Leben die Menschen in den unzähligen Orten an der norwegischen Küste von der Fischerei. Sie ist Teil der norwegischen Kultur. Heute verbindet sich lange Erfahrung vieler Generationen mit modernster Technologie, vor allem wenn es um die Verarbeitung oder um den Transport der Fische in alle Welt geht.

Norwegen hat den höchsten Anteil an MSC-Zertifizierungen und gilt weltweit als Vorbild für nachhaltige Fischerei. Das ist gut so, denn die weltweiten Ressourcen an Wildfisch und deren Bestände sind begrenzt und müssen geschont werden. Viele der in Norwegen entwickelten Ideen werden inzwischen anderswo nicht nur geschätzt, sondern auch umgesetzt, insbesondere in Norwegens Nachbarländern. Dies birgt vor allem einen Vorteil für die europäischen Fischbestände.

Im Land der Fische: Norwegens Fischer auf hoher See